Debatte der Woche: “Multikulti” ist nicht gescheitert, sondern fängt gerade erst an

29. Januar 2013
Von

von Christian Rogler

Im Mai 1989 stand der Parteitag der Grünen unter dem Motto „Mut zur multikulturellen Gesellschaft“ und sogar dort druckste der Parteipromi Daniel Cohn-Bendit herum, ihn selbst würden im Zusammenhang mit diesem Thema Ängste plagen.

Es war aber möglicherweise einer der wenigen Momente, in denen eine politische Partei in Deutschland diesen Begriff überhaupt in einer positiv besetzten Art und Weise in den Mund nahm. Auch Heiner Geißler bezeichnete sich von sich aus in seiner Zeit als CDU-Generalsekretär als Protagonist einer „multikulturellen Gesellschaft“. Ansonsten diente der Begriff „Multikulti“ – abgesehen von der Tatsache, dass die Grünen oder Geißler als Aushängeschilder nicht unbedingt für alle Bundesbürger als Sympathieträger galten – zumeist als Schreckgespenst, damals vor allem von den kurzzeitig starken Republikanern und den Unionsparteien beschworen, mittlerweile auch zum Albtraum nicht unerheblicher Teil der SPD gereift.

War es damals vor allem der ressentimentbeladene Verweis auf angebliche oder tatsächliche Zustände in US-amerikanischen Großstädten, die man als abschreckendes Beispiel einer „multikriminellen“ Gesellschaft beschwor, dient die erklärte Gegnerschaft zu „Multikulti“ in erster Linie dazu, die Überzeugung zu kultivieren, in Deutschland ließe sich wieder eine heile Welt schaffen, würde nur der Staat genügend Assimilationsdruck auf Zuwanderer ausüben, deren fremde Kultur sich zum Wohle unserer „westlich-säkularen“ und „aufgeklärten“  nicht weiter ausbreiten dürfe.

Was dabei auffällt, ist, dass vonseiten derer, die bei jeder Gelegenheit und auch mit Vorliebe ungefragt „Multikulti“ für „gescheitert“ erklären, zum einen selten über Stammtischparolen hinausgehendes Wissen oder Erfahrungen im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen aufweisen und zum anderen nicht in der Lage sind, zu erklären, was sie denn unter „Multikulti“ verstehen würden und wo dieses in Deutschland je praktiziert worden sein soll.

Bis 1999 noch weitgehend völkisches Staatsbürgerschaftsgesetz

Über Jahrzehnte hinweg sprach man von „Gastarbeitern“ und richtete politische Maßnahmen danach aus, wie man diese möglichst schnell und unbürokratisch wieder aus dem Land bekommen würde. Erst 1999 wurde überhaupt ein Staatsbürgerschaftsgesetz eingeführt, dass sich spürbar vom völkischen Nationsbegriff des späten 19. und frühen 20.Jahrhunderts absetzte – und selbst dies sollte nach dem Willen seiner Urheber nur ein generöses Entgegenkommen an die Adresse von Zugewanderten sein, die im Gegenzug gefälligst Dankbarkeit in Form von „Integration“ zeigen sollten. Wobei unter „Integration“ auf deutscher Seite im Regelfall „Assimilation“ verstanden wurde.

Kaum einer, der den „Multikulturalismus“ bei jeder Gelegenheit in Grund und Boden verdammte, hatte sich überhaupt mit den Konzepten und Überlegungen auseinandergesetzt, die traditionelle Einwanderungsländer mit diesem Begriff verbunden hatten.

So waren in den USA ganz unterschiedliche Phänomene zu beobachteten, die mit dem Verhältnis zwischen unterschiedlichen Kulturen zu tun hatten.

Zum einen gingen diese in Richtung der Entstehung eines „Melting Pots“ („Schmelztiegel“) – benannt nach einem Bühnenstück von Israel Zangwill aus dem Jahre 1905. Dies bedeutete, dass Menschen aus Herkunftskulturen, deren Verhältnis untereinander in Europa von Gewalt und Ausgrenzung bestimmt war (etwa zwischen russischen Christen und russischen Juden), bewusst diese Vergangenheit hinter sich lassen wollten und sich als Teil einer völlig neuen amerikanischen Willensnation begriffen. Die Bedingungen für eine solche Entwicklung waren natürlich in den USA, wo mehrere unterschiedliche Kulturen in ein dünn besiedeltes Land kamen und dort oft von Null beginnen mussten, meist günstiger als zum Beispiel in homogenen europäischen Nationalstaaten.

Zum anderen wollten viele Menschen trotz ihrer Loyalität und Zugehörigkeit zur amerikanischen Nation nicht vergessen, wo ihre Wurzeln lagen und entwickelten parallel zum Integrationsbedürfnis auch ein gleichzeitiges Separationsbedürfnis. Es entstanden in US-amerikanischen Großstädten vorwiegend von italienischen, chinesischen, afrikanischen, russischen oder türkischen Zuwanderern bewohnte Viertel, die auch äußerlich erkennen ließen, welchen Migrationshintergrund die meisten Neu-Amerikaner in der betreffenden Region aufweisen würden. Dieses Phänomen der Inselbildung innerhalb der amerikanischen Nation umschrieb man mit dem Begriff „Salad Bowl“ („Salatschüssel“).

Nun wird kaum jemand auf die Idee kommen, die „Parallelgesellschaften“ der Italo-Amerikaner oder der Bewohner von Chinatown als Gefahr für die amerikanische Nation oder den Bestand der demokratischen Ordnung zu bezeichnen – und das, obwohl auch diese Gemeinschaften nicht von unerfreulichen Erscheinungen verschont geblieben sind, die sich in Teilen Italiens oder Chinas ausgebreitet hatten, etwa mafiosen Strukturen, Menschenhandel, Lohndumping oder mancherorts verbreiteten archaischen Verhaltensweisen. Dennoch landet dort kein Buschkowsky oder Sarrazin Verkaufserfolge mit Büchern, in denen Erziehungsdiktatur und Zwangsassimilation gefordert werden – die USA reagieren auf solche Erscheinungen einfach so, wie es sich für einen freien Rechtsstaat geziemt, nämlich durch die Anwendung allgemeiner Strafgesetze.

„Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

Die Durchsetzung allgemeiner, für alle geltender Strafgesetze scheint manchen in Deutschland hingegen nicht zu genügen – und das, obwohl es gerade dort zum Teil unfassbare Defizite gibt, wenn es beispielsweise um eine wirklich spürbare Ahndung schwerer Gewaltkriminalität geht. Sie gieren geradezu nach Schlagzeilen über strafbare Handlungen von Menschen, deren Namen auf ausländische Wurzeln hinweisen, um in der Folge Debatten über den angeblichen „kulturellen Hintergrund“ dieser Handlungen vom Zaun zu brechen und darauf ihre Forderung nach einer „Ausländer raus“-Politik und/oder der für sie einzig denkbaren Alternative „Zwangsgermanisierung“ zu begründen.

Trotz der entsetzlichen Folgen, die eine Politik der Uniformisierung und staatlich erzwungenen Gleichmacherei gerade im Europa des 20.Jahrhunderts nach sich zog, unabhängig davon, ob es um die Schaffung eines „neuen Menschen“ nach sowjetischem Vorbild geht, um einen Einheits-„Europäer“ oder aber auch um die Umfirmierung von Kurden zu „Bergtürken“, wie es der in Europa so hoch gelobte Kemalismus praktiziert hatte, scheinen viele nicht gelernt zu haben, dass Menschen sich nicht dazu zwingen lassen, jemand zu werden, der sie nicht sein wollen. Und dass Menschen sich nicht vorschreiben lassen wollen, wie sie mit ihren Wurzeln umzugehen haben.

Dies ist etwas, was beispielsweise der türkische Ministerpräsident Erdoğan in seiner vielgescholtenen Kölner Rede von 2010 richtig erkannt hat und deshalb zu Recht deutlich gemacht hat, dass kein Mensch staatliche Zwangsassimilation zu dulden hat.

http://www.sueddeutsche.de/politik/erdogan-rede-in-koeln-im-wortlaut-assimilation-ist-ein-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-1.293718

Und das sollte eigentlich auch jedem Menschen unabhängig von seiner ethnischen Herkunft deutlich sein – jeder hat das Recht auf seine eigene Geschichte und seine eigene Entwicklung: Wer auf dem Dorf aufgewachsen ist und seine Kindheit zwischen den Scheunen und Feldwegen der väterlichen Farm verbracht hat, wird es nicht ohne weiteres hinnehmen, dass dies alles plattgewalzt wird, um Raum für Plattenbauten zu schaffen.  Wem die Großeltern das Beten gelehrt und aus den Heiligen Büchern, von den Heiligen oder Propheten erzählt hatten, bevor sie einen als Kind in den Schlaf sangen, wird sich dagegen wehren, von Fremden bedrängt zu werden, seine auf diesem Wege gewonnene religiöse Überzeugung abzulegen oder sie nicht auf gleichem Wege an seine Kinder und Kindeskinder weitergeben zu dürfen.

Irrweg „Leitkultur“

Die Überzeugung wird sich trotzdem im Laufe der Jahre in mancherlei Hinsicht wandeln, weil das Leben weitergeht und immer neue Situationen schafft, auf die man neue Antworten suchen und finden muss. Aber das ist etwas Individuelles, eine Entwicklung, innerhalb derer jeder Mensch auf seine ganz eigene Weise agieren und auf die er auf seine ganz eigene Weise reagieren muss.

In Westeuropa, das es gerade mal 50 Jahre lang und unter Präsenz US-amerikanischer Truppen geschafft hat, einen einigermaßen stabilen Frieden aufrecht zu erhalten, macht sich längst wieder die Überzeugung breit, man würde als einzige Region der Welt über eine so vollendete und allen anderen überlegene Kultur verfügen, dass man sich nie mehr wieder verändern müsse, sondern darauf zu warten bräuchte – und nötigenfalls durch Zwang beschleunigen müsse -, bis alle anderen das erkennen und diese übernehmen würden. Das Prinzip „Cuius regio, eius religio“, das europäischen Herrschern schon vor Jahrhunderten die Macht gab, zu bestimmen, welche Religion und welche Kultur wo „dazugehört“, ist auch in den Köpfen weiter Teile der Bevölkerung in einem Europa, in dem Atheismus und Hedonismus die Szenerie bestimmen, ungebrochen präsent.

Mit dem „Grundgesetz“, das die „Leitkultur“ abstecken soll, der sich die Zuwanderer gefälligst „anpassen“ sollen, hat das übrigens alles nichts zu tun. Zum einen regelt dieses als Verfassungskodifikation nicht das Verhältnis zwischen Privatpersonen, sondern nur zwischen staatlichen Hoheitsträgern selbst bzw. zwischen Staat und Bürger. Und weder eine Religion noch eine Kultur ist staatlicher Hoheitsträger. Wenn sich nun – wie es die „Leitkultur“-Protagonisten offenbar im Wege eines Analogieschlusses nahelegen – „der Islam“ ans Grundgesetz halten soll, würde das konsequenterweise ja auch bedeuten, dass zwischen den Islamverbänden und den christlichen Kirchen die dortigen Regeln über den Länderfinanzausgleich zum Tragen kommen müssten. Zum anderen hat das Grundgesetz gerade die Aufgabe, die Glaubens- und Gewissensfreiheit des Einzelnen vor dem Staat zu schützen und dies vor allem dann, wenn der Staat Anstalten macht, sich selbst zum Instrument einer „Volksgemeinschaft“ zu machen und den intuitiv erfassten Willen der Mehrheit auf Kosten von Minderheiten durchzusetzen.

Auch wenn es Politikern und Intellektuellen, die „Multikulti“ für „gescheitert“ erklären, nicht wahrhaben wollen: Ihr Kalkül wird nicht aufgehen. Zuwanderer werden sich nicht zur Assimilation an eine Gesellschaft und Lebensweise zwingen lassen, die nicht in der Lage wäre, sie ohne Zwang zu überzeugen. Auch eine noch so lautstarke Artikulation der Forderung nach Gleichmacherei, auch eine noch so häufige Wiederholung überheblicher, rassistischer Pauschalvorwürfe gegen ganze Gruppen von Menschen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich immer mehr Menschen einem Weg verweigern werden, der außer leeren Wiegen, einer wachsenden Zahl an ausbildungsunfähigen Jugendlichen, permanenter Zukunftsangst und staatlichem Dirigismus nichts mehr zu bieten hat.

Chance auf einen neuen Kreativitätspool

Es wird eine diverse, ausdifferenzierte, bunte Gesellschaft in Deutschland entstehen, ob die Protagonisten einer allgegenwärtigen Buschkowskysierung es wollen oder nicht. Gerade beruflich erfolgreiche und akademisch gebildete Zuwanderer werden in der erforderlichen Bestimmtheit deutlich machen, dass sie selbst bestimmen werden, in welchem Umfang sie sich assimilieren, integrieren oder separieren wollen. In einer freien Gesellschaft hat es auch an jedem Einzelnen zu liegen, darüber zu entscheiden. Niemand hat ein Recht auf eine bestimmte Gesinnung, Haltung oder Überzeugung eines anderen, sondern nur darauf, dass dieser sich an allgemeine Gesetze hält.

Darüber hinaus wird eine diverse und vielgesichtige Gesellschaft auch die Chance bieten, die Stärken aller Beteiligten jeden Tag neu zu mobilisieren, sie beliebig zu kombinieren und daraus einen neuen Pool für Kreativität, Dynamik und Innovation zu schaffen, wie ihn etwa die USA über alle Jahre ihres Bestehens geschaffen hatten und aus dem sie heute schöpfen können.

Wer Menschen jedoch dazu bringen will, sich eine bestimmte Kultur oder einen bestimmten Lebensstil zum Vorbild zu nehmen oder diese zu adaptieren, wird darum werben müssen. Und das ist gut so. Denn auf diese Weise können sich vielleicht sogar die uniformistischen Betonköpfe genötigt sehen, frischen Wind unter ihre geistige Käseglocke zu lassen.

Was meinen Sie: Ist “Multikulti” gescheitert oder fängt sie gerade erst an?

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Schicken Sie Ihren Kommentar an: redaktion@freisinnblog.de .  Schreiben Sie bitte in die Betreffzeile “Debatte der Woche”.

 

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6 Responses to Debatte der Woche: “Multikulti” ist nicht gescheitert, sondern fängt gerade erst an

  1. 29. Januar 2013 at 12:23

    Mir reicht folgender gemeinsamer Nenner für alle Bewohner Deutschlands. Ob Bio-Deutsche, Migrations-Deutsche oder Menschen ohne deutschen Pass:

    1. Die Deutsche Sprache lernen wollen.
    2. Die Bereitschaft von eigener Arbeit leben zu wollen.
    3. Die Achtung von Menschenrechten und Grundgesetz.
    4. Die allgemeine Achtung hiesiger Gesetze.

    Alles andere, Leute, ist scheissegal und kann nicht Gegenstand irgendeiner Uniformitätsdiskussion sein.

    Grüsse
    Und Danke für den Beitrag Christian
    Ivica

    • Johnny Kain
      29. Januar 2013 at 13:58

      Danke! Genauso sehe ich das auch!

    • Sebastian
      29. Januar 2013 at 15:35

      Sehe ich auch so. Und natürliche harte Sanktionen bis hin zur Abschiebung wenn die Leute meinen das GG mit Füßen zu treten.

  2. Martin
    29. Januar 2013 at 18:22

    Die historische Bilanz multiethnischer Gesellschaften ist nicht so positiv wie hier vielleicht vermutet wird. Spätestens in Krisenzeiten neigten alle diese Gesellschaften dazu, politische Lager entlang ethnischer Linien zu bilden, die um die Ressourcen der Gesellschaft kämpften.
    Die “diverse, ausdifferenzierte, bunte Gesellschaft” ist in solchen Staaten in der Regel in Form ethnisch definierter sozialer Schichten ausdifferenziert, da unterschiedliche Kulturen sich je nach gesellschaftlichen Anforderungen unterschiedlich erfolgreich zeigen.
    Was die Frage angeht, so befürchte ich, dass beides wahr ist: Multikulti ist gescheitert, aber die Folgen davon werden noch über Jahrzehnte in eskalierendem Maße sichtbar werden.

    • Fiete Jansen
      30. Januar 2013 at 06:03

      Und die uniformisierte Volksgemeinschaft, was ist mit der? Die war zwar in den Krisenzeiten nach 1939 einig oder ist es heute in Nordkorea, aber zu welchem Preis?

      Abgesehen davon sind nicht “Gesellschaften” oder “Kulturen” erfolgreich, sondern Individuen. Wenn Dirk Nowitzki einen Drei-Punkte-Wurf macht, macht das ja auch er und nicht die Kultur oder Religionsgemeinschaft, der er angehört…

  3. Martin
    30. Januar 2013 at 18:13

    @Fiete Jansen
    “Und die uniformisierte Volksgemeinschaft, was ist mit der? Die war zwar in den Krisenzeiten nach 1939 einig oder ist es heute in Nordkorea, aber zu welchem Preis?”

    Man kann auch auf das Japan der Gegenwart verweisen, dem man gewiss keine totalitären Tendenzen unterstellen kann, das aber trotz wirtschaftlicher Dauerkrise nicht mit den inneren Problemen multiethnischer Staaten zu kämpfen hat. Übrigens ist Südkorea ethnisch genauso homogen wie Nordkorea. Die Homogenität hat weder dem demokratischen Charakter des Südens noch dessen wirtschaftlichem Erfolg geschadet, im Gegenteil.

    “Abgesehen davon sind nicht “Gesellschaften” oder “Kulturen” erfolgreich, sondern Individuen. Wenn Dirk Nowitzki einen Drei-Punkte-Wurf macht, macht das ja auch er und nicht die Kultur oder Religionsgemeinschaft, der er angehört…”

    Das ist nur ein Teil der Wahrheit, denn statistisch ergeben sich durch unterschiedlichen individuellen Erfolg von Mitgliedern unterschiedlicher Gruppen Muster, die bei den weniger erfolgreichen Gruppen als diskriminierend etc. wahrgenommen werden und für Ressentiments sorgen. Beispiele gibt es Dutzende, etwa Chinesen in Südostasien, Libanesen in Zentralafrika oder Asiaten in den USA. Gegen alle diese Gruppen gab es bereits pogromartige Ausschreitungen, weil sie von den weniger erfolgreichen Gruppen als zu erfolgreich wahrgenommen wurden. Menschen nehmen sich und andere eben nicht nur als Individuen wahr, sondern stets als Mitglieder einer Gemeinschaft. Das mag man gut finden oder nicht, aber es ist nun einmal eine psychologische Konstante, die regelmäßig zu den gleichen Ergebnissen führt, nämlich zu Spannungen und Konflikten anstatt zu “Buntheit”.

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